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Gewinner des iGZ-Award 2019: Mit der Willkommenszentrale sichert sich die GeAT AG den begehrten Preis für Integration und Soziales Engagement.

Gewinner des iGZ-Award 2019: Mit der Willkommenszentrale sichert sich die GeAT AG den begehrten Preis für Integration und Soziales Engagement.

Der iGZ - Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V. zeichnete in diesem Jahr Unternehmen aus, die Corporate Social Responsibility (CSR) leben und in diesem Zuge ihr unternehmerisches Handeln angepasst haben. CSR beschreibt vor allem die Verbindung von Nachhaltigkeit und wirtschaftlichem Handeln in den Bereichen Wirtschaft, Ökologie und Gesellschaft.

Die GeAT – Gesellschaft für Arbeitnehmerüberlassung Thüringen AG (GeAT AG) engagiert sich bereits im Bereich der sozialen Nachhaltigkeit und hat besonders im Zuge ihrer Integrationsarbeit einen wertvollen Beitrag geleistet. Fast 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Migrations- und Fluchthintergrund hat die GeAT AG 2018 über Zeitarbeit in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis integriert. Das sind über 40 Prozent aller Neueinstellungen.

Eigens dafür wurde eine Willkommenszentrale aufgebaut, in der drei feste Mitarbeiter/-innen sowie zwei Auszubildende aus Syrien und England beschäftigt sind. Die Mitarbeiter/-innen der Willkommenszentrale sprechen mehrere Sprachen, neben Deutsch unter anderem Englisch, Polnisch, Russisch und Arabisch. Bei Alltagsfragen oder Problemen in Bezug auf das Arbeitsverhältnis oder den Kundeneinsatz können sich unsere Mitarbeiter/-innen mit Migrations- und Fluchthintergrund an die Willkommenszentrale wenden. Das beinhaltet z.B. Behördengänge, Übersetzungen von wichtigen Dokumenten und sogar die Unterstützung bei der Suche nach einer Wohnung.

Die Idee zur Gründung der Willkommenszentrale entstand, nachdem der Personal- und Firmendienstleister 2012 ein Schwesterunternehmen in Polen gründete. Dadurch wurden immer mehr polnische Zeitarbeitnehmer/-innen in Deutschland beschäftigt, bzw. nach Deutschland vermittelt. Denn damit Mitarbeiter/-innen mit Migrationshintergrund in Deutschland integriert werden können, ist es wichtig, dass sie verstanden werden und sich verständigen können. Insbesondere bei Menschen mit Fluchthintergrund sind einige wesentliche Punkte, beispielsweise zum Aufenthaltsstatus und zur Arbeitserlaubnis, zu beachten. Die enge Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit und der Ausländerbehörde ist hierbei besonders wichtig.

Aktuell beschäftigt die GeAT AG 352 ausländische Mitarbeiter/-innen aus 52 Nationen. Ihab Saad Eddin war einer von ihnen. 2011 kam der Syrer mit einem Stipendium nach Deutschland. In Syrien studierte er Maschinenbau und qualifizierte sich mit einer sehr guten Abschlussnote für ein Stipendium an einer deutschen Universität, woraufhin er sein Masterstudium an der Technischen Universität Ilmenau antrat. Doch leider musste der Syrer seine Frau und seine Tochter in seinem Heimatland zurücklassen. Die Erlaubnis seine Familie nach Deutschland zu holen, bekam er erst nach einem erfolgreichen Semester. „Saad Eddin hat eine wirklich interessante Geschichte, die einen berührt“, so Helmut Meyer, Vorstandssprecher der GeAT AG. „Er ist immer fröhlich und motiviert seine Mitmenschen immer wieder aufs Neue.“ Mithilfe von mehreren Nebenjobs habe der Syrer versucht, seine Familie zu unterstützen, bevor er bei der GeAT AG eine Anstellung fand. Durch die Bundesagentur für Arbeit ist Herr Eddin auf das Unternehmen aufmerksam geworden. Der Internetauftritt und die integrative Arbeit haben ihn sofort begeistert. Ab 2017 arbeitete er für die GeAT AG im Kundeneinsatz als technischer Zeichner und wurde im September 2018 von seinem Einsatzunternehmen übernommen. Denn auch die Kundenunternehmen sind von der integrativen Arbeit des Personal- und Firmendienstleisters begeistert. „Viele Kunden reagieren positiv und fühlen sich von uns in Sachen Integration sehr gut beraten“, berichtet Helmut Meyer. „In Erfurt hat es sich herumgesprochen, dass wir Menschen aus anderen Ländern erfolgreich integrieren.“ Das liegt mitunter daran, dass das Unternehmen vermehrt in sozialen Einrichtungen sowie Sport- und Bildungseinrichtungen aktiv ist. Dadurch werden Geflüchtete aber auch Langzeitarbeitslose auf das Unternehmen aufmerksam. Für Florian Meyer, Vorstand der GeAT AG, steht fest, dass genügend Arbeitskräfte am Markt sind; sie müssen nur abgeholt werden. Denn nur so könne die Wirtschaft in Zukunft gesichert werden – durch die Qualifizierung und Beschäftigung von Menschen aus anderen Ländern auf einem globalisierten Arbeitsmarkt.

Für den Personal- und Firmendienstleister steht vor allem eins im Fokus: „Wir wollen nah am Kunden und Mitarbeiter sein. Sie sollen sich bei uns wohlfühlen und bei uns verwurzelt sein“, betont Helmut Meyer. „Und sie sollen unser Engagement nach außen tragen wollen. Wer mit der GeAT AG zusammenarbeitet – auf Kunden- und Mitarbeiterebene – investiert in unsere Region im Bereich Sport, Kunst, Kultur und Gesellschaft“.