Sommer

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Bewegung im Sommer - Die neuen sportlichen Klassiker

Wenn die Sonne hoch am Himmel steht und die Ferien eingeläutet sind, ist es nicht weit her mit der Urlaubsstimmung. Jedes Jahr aufs Neue rückt dann das Thema Sonnenschutz in den Fokus. Die Haut hat einen Eigenschutz, doch dieser reicht je nach Hauttyp nur für etwa 10 bis 30 Minuten. Als Faustregel gilt: Der Schutz der Haut wird um die Höhe des Lichtschutzfaktors (LSF) der Sonnencreme verlängert(LSF 30 = 30 Minuten). Doch was ist eigentlich an den bekanntesten Mythen zum Sonnenschutz wirklich dran?

Slacklining - Entspannt auf dem Schlappseil

Häufig wird die neue Sportart mit dem altbekannten Seiltanz verglichen. Der Unterschied liegt darin, dass sich Slackliner auf einem Flachband bewegen, das sich unter dem Gewicht des Sportlers dehnt. Wo die Line hängt und was man darauf anstellt, ist eine Frage von Mut, Sportlichkeit und Kreativität. Anfänger staunen meist, wie schnell sie ins Schwitzen kommen. Bis man die ersten sicheren Schritte machen kann, vergehen Stunden oder sogar Tage - jenachdem, wie viel Kraft, Koordination und Gleichgewicht man mitbringt. Könner zeigen mit atemberaubenden Tricks hoch über Wasserfällen oder mitten im Gebirge das Potenzial dieser Sportart. Slackliner überspannen gern Flüsse oder suchen sich reizvolle Plätze in Parks. Auch wenn es nicht immer so aussieht, aber die Slackline ist für fast jeden geeignet. Es kommt nur auf die Höhe an! Wer wenige Zentimeter über dem Boden balanciert, hat den gleichen Trainingseffekt wie hoch in der Luft. Anfänger spannen das Seil außerdem so straff wie möglich. Slacklining ist ideal, um Balance, Koordination sowie die Rumpf- und Beinmuskulatur zu stärken und zu trainieren.

Speedminton - Einfach und leicht wie Federball

Was ist Speedminton eigentlich? Federball? Squash? Tennis? Nicht ganz. Speedminton ist eine Mischung aus mehreren Sportarten. Die Schläger sind ähnlich wie beim Squash oder Tennis. Die Bälle dagegen sehen aus wie Federbälle, sind aber aus einem schweren Kunststoff und die Kuppe ist härter. Zu den Regeln: Es gibt keine Regeln! Gespielt werden kann jederzeit, bei jedem Wetter und überall. Speedminton wird über eine größere Distanz als Federball gespielt, da

die Bälle aufgrund ihres Gewichts sehr schnell sind und weit fliegen. Dank des schweren Balls kann Speedminton auch bei stärkerem Wind gespielt werden. In die Kuppe des Balls kann man ein Knicklicht stecken, somit ist Dunkelheit kein Grund zum Aufhören. Bei Dunkelheit zu spielen ist eine besondere Herausforderung, da man den Mitspieler nicht sieht und somit auch nicht wohin er schlägt. Hier ist viel Spaß vorprogrammiert! Probieren Sie es aus, denn jeder kann es - und fast jeder liebt es.

Geocaching - Schätzen auf der Spur

Grob gesagt ist Geocaching eine moderne Form der Schnitzeljagd in vielen Varianten. Im Internet erfahren Geocacher die geografischen Koordinaten eines sogenannten Cache (engl. Versteck, geheimes Lager). Es gibt sowohl Verstecke mitten in der Natur als auch in vielen Städten Europas. Mit einem GPS-Empfänger, oder auch mit einem guten Kartenwerk, beginnt die Suche. An den Fundstellen gibt es im Gegensatz zum klassischen Piratenschatz nichts materiell Wertvolles zu entdecken: Einfache Caches enthalten ein Logbuch für die Einträge der Finder und manchmal kleine Tauschgegenstände. Manche von ihnen sind relativ einfach zu erreichen, andere verlangen intensiven sportlichen Einsatz. Die Finder können ihren Erfolg im Internet auf der entsprechenden Seite vermerken. So entsteht im Lauf der Zeit eine Chronik, durch die auch andere Geocacher Ergebnisse rund um den Cache verfolgen können. Mehr zu den vielfältigen Spielarten, zu den Regeln und natürlich aktuelle Caches gibt es unter www.geocaching.de


Zecken - Eine ernst zu nehmende Gefahr!

Ein gemütliches Picknick im Grünen, ein Waldspaziergang am Wochenende, ein Sonnenbad am Baggersee, den Sommer mit all seinen Vorzügen genießen - wir alle nutzen die schönsten Tage des Jahres und halten uns so oft es geht in der Natur auf. Leider lauert genau dort häufig eine unterschätzte Gefahr - Zecken!

Gefahr durch Zecken

Zecken beherbergen die verschiedensten Erreger und übertragen diese durch Stiche. Das kann zu schweren Krankheiten führen. Die bekanntesten Krankheiten sind:

  • Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME):
    Die Frühsommer-Meningoenzephalitis ist eine durch das FSME-Virus ausgelöste Krankheit, die bei Patienten zu einer Hirnhaut- oder Gehirn-Entzündung führen und tödlich enden kann.
  • Borreliose:
    Die Borreliose ist eine durch das Bakterium Borrelia burgdorferi ausgelöste Infektionskrankheit. Die Bakterien können bei Infizierten jedes Organ, das Nervensystem und die Gelenke sowie das Gewebe befallen.

 

Wie schütze ich mich vor Zecken?

Einen 100%ig sicheren Schutz vor Zecken gibt es nicht. Aber man kann dennoch einiges tun, um Zeckenstiche zu vermeiden:

  • Tragen Sie im Wald oder hohen Gras geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und langer Hose.
  • Ziehen Sie die Socken über die Hosenbeine, denn Zecken sitzen hauptsächlich im Unterholz und an Gräsern
  • Helle Kleidung ist besser als dunkle. Zecken kann man gut darauf erkennen und noch vor einem Stich entfernen.
  • Suchen Sie Ihren ganzen Körper nach Zecken ab, nachdem Sie sich in der Natur aufgehalten haben. Zecken sind winzig klein und krabbeln auf dem Körper und der Kleidung herum, um eine geeignete Einstichstelle für das Blutsaugen zu finden. Sie bevorzugen dünne und warme Hautstellen. Deshalb sollten Sie an den Armen, in den Kniekehlen, am Hals und Kopf sowie in den Achselhöhlen gründlich nach Zecken suchen.
  • Falls Sie in einem FSME-Risikogebiet leben, sollten Sie mit Ihrem Arzt über eine notwendige FSME-Impfung sprechen.

 

Was tun, wenn doch eine Zecke gestochen hat?

 

  • Befindet sich die saugende Zecke an einer schwer erreichbaren Stelle, sollte eine zweite Person um Hilfe bei der Entfernung gebeten werden.
  • Nicht verzweifeln, wenn die Zecke nicht beim ersten Versuch entfernt werden kann. Es kann durchaus passieren, dass man mehrere Versuche benötigt, um eine saugende Zecke erfolgreich zu entfernen.
  • Das Absuchen des Körpers nach dem ersten Zeckenfund nicht abbrechen. Man kann durchaus von mehreren Zecken befallen sein. Deshalb immer den gesamten Körper absuchen.
  • Nach dem Entfernen der Zecke die Stichstelle desinfizieren.
  • Sollte eine mögliche Rötung an der Einstichstelle nicht zurückgehen oder sich ausbreiten, ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen. Gleiches gilt, wenn die Einstichstelle stark anschwillt, schmerzt oder heiß wird.

 

 

  • Wichtig: Sollten Sie sich nicht sicher sein, wie die Zecke richtig zu entfernen ist, scheuen Sie sich nicht davor einen Arzt aufzusuchen!
  • Auf die Anwendung von Alkohol, Nagellackentferner oder Benzin verzichten. Diese Substanzen führen zu keiner schnelleren Entfernung der Zecke. Im Gegenteil: Sie erhöhen das Risiko der Übertragung von Borrelien.
  • Pinzette, Zeckenzange, Zeckenlasso, Zeckenkarte - Einesdieser Werkzeuge sollte in jedem Haushalt vorhanden sein, sodass Sie für einen eventuellen Zeckenstich gerüstet sind und die kommenden Sommertage beruhigt in der Natur genießen können.

 

Wie entsorge ich die Zecke nach der Entfernung?

Haben Sie eine Zecke gefunden und erfolgreich aus der Haut entfernt, stellt sich die Frage: Wohin mit dem Tier? Hier gibt es einige Dinge, die Sie unbedingt beachten sollten:

  • Spülen Sie die Zecke nicht im Klo herunter oder versuchen Sie sie mit einem Schleudergang in der Waschmaschine auszuschalten. Denn Zecken können bis zu 3 Wochen im Wasser überleben.
  • Versuchen Sie nicht, die Zecke mit Ihrem Schuh zu zerdrücken. Die Insekten haben einen dicken Schild, bzw. Panzer, der sie vor solchen Angriffen schützt. Bis Sie mit Ihrem Absatz bei dem Tier angekommen sind, hat es schon längst die Flucht ergriffen.
  • Eine erfolgreiche Methode ist z.B. die Verwendung von
  • Desinfektionsmitteln oder Alkohol mit mindestens 40%. Die Flüssigkeit sollte dabei aber nicht mit Ihrer Haut in Berührung kommen.
  • Außerdem hat sich das Verbrennen von Zecken bewährt. Bei der Hitze eines Feuerzeuges gibt es für die Insekten keine Überlebenschance mehr.
  • Am wirkungsvollsten ist das Zerdrücken der Zecke mit einem Gegenstand. Dabei das Insekt in ein Blatt Papier falten und beispielsweise mit einem Wasserglas auf das Papier drücken, um die Zecke zu zerquetschen.
  • Wichtig ist, dass die Tiere sicher abgetötet werden, ohne dass Sie dabei in Kontakt mit den Körperflüssigkeiten der Zecke in Kontakt kommen. Denn über diese werden die Krankheiten FSME und Borreliose übertragen.