Herbst

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Grippeimpfung – Der Impfstoff ist da!

Kaum eine andere Krankheit setzt so viele Menschen außer Gefecht wie die Grippe. Für eine Ansteckung mit dem Influenza-Virus genügt ein Händeschütteln. Folgen können hohes Fieber, Schüttelfrost, Hals- und Gliederschmerzen und Reizhusten sein. Im schlimmsten Fall besteht sogar Lebensgefahr. Es ist umstritten, ob man sich deswegen impfen lassen soll.

 

Das spricht FÜR eine Impfung ...

Einziger effektiver Schutz gegen Grippe.
Dabei werden abgetötete Influenza-Viren gespritzt. Das Immunsystem wird so in die Lage versetzt, den Eindringling als Fremdkörper zu erkennen und Antikörper gegen ihn aufzubauen. Kommt es dann zu einer Infektion mit Grippeviren, ist der Körper gewappnet und kann mit den gebildeten Antikörpern die Influenza bekämpfen.

Krankheitsverlauf beeinflussen.
Die Gefahr von lebensgefährlichen Krankheitsverläufen bei bereits geschwächten Personen lässt sich durch eine Impfung eindämmen. Dazu zählen Senioren, Menschen mit chronischen Erkrankungen, Säuglinge und Schwangere. Bei ihnen kommt es häufiger als bei anderen zu Grippe-Komplikationen wie Lungenund Herzmuskelentzündungen, die im schlimmsten Fall tödlich enden können.

Schutz für andere und einen selbst.
Für eine Impfung sollte man sich entscheiden, wenn man im Gesundheitswesen arbeitet oder Angehörige pfl egt. So kann man sich und andere, die bereits körperlich durch Krankheit geschwächt sind, schützen. Außerdem ist ein Impfung für Personen, die in der Öffentlichkeit arbeiten (z. B. Lehrer und Verkäufer) sinnvoll. Wer viel mit Menschen in Kontakt ist, sorgt im Krankheitsfall für eine starke Streuung der Viren.

Das spricht GEGEN eine Impfung ...

Keine 100%ige Garantie.
Die Impfung richtet sich immer nur gegen einen bestimmten Erreger. Da der Influenza-Virus jedoch sehr wandlungsfähig ist, ist es möglich, dass ein Impfstoff nicht mehr hilft. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) prüft jährlich, ob neue Grippevirus-Varianten auftreten. Die WHO komponiert aus drei der gefunden Virusstämme das Grundserum für die Impfung und versendet dies an alle Impfstoffhersteller.

Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung ist gering.
Für einen gesunden Menschen mit starkem Immunsystem ist die Wahrscheinlichkeit einer saisonalen Grippe gering. Sollte man sich doch angesteckt haben, verläuft sie meist nicht so gravierend.

Jährlich neue Impfung notwendig.
Die Gründe dafür liegen in der hohen Wandlungsfähigkeit der Erreger. Die jährliche Impfung ist nicht ganz risikolos. Das Immunsystem ist nach der Impfung mit der Erzeugung von Antikörpern beschäftigt und daher geschwächt, sodass ggf. Erkältungen und grippale Infekte ausgelöst werden können. Bei einigen Patienten können nach der Impfung Nebenwirkungen wie Schüttelfrost, Schmerzen oder Schwellungen an der Impfstelle bis hin zu Herzrasen auftreten.

Fazit
Gesunde Menschen sollten genau abwägen, ob sie sich impfen lassen oder nicht. Immungeschwächte Menschen wie Diabetiker, Krebskranke, Rentner oder häufi g kranke Personen sollten sich jedes Jahr impfen lassen. Die Kosten erstatten teilweise die Krankenkassen.