Frühjahr

Frühjahr

Haatschi – Wenn die Pollen wieder fliegen!

Kennen Sie das? Die Nase ist zu, die Augen tränen, von Frühlingsgefühlen keine Spur? Etwa jeder siebte Deutsche begrüßt den Frühling mit heftigem Niesen und anderen Symptomen des Heuschnupfens.

Wie bekommt man Heuschnupfen?

Heuschnupfen ist eine allergische Erkrankung. Sie wird durch eine Überempfindlichkeit des Immunsystems auf eigentlich ungefährliche Stoffe hervorgerufen. Warum manche Menschen diese Fehlfunktion entwickeln und andere nicht, ist noch nicht endgültig geklärt. Allgemein werden Pollen (feinste Körnchen des Blütenstaubs) als Heuschnupfenverursacher beschuldigt, genau genommen sind es aber kleine Eiweiße in ihrem Innern: die Allergene. In einer einzigen Polle stecken sechs bis acht Allergene. Man unterscheidet zwischen Haupt- und Nebenallergenen. Die Wirkung der Polle hängt von der jeweiligen Zusammensetzung ab.

Was passiert im Körper?

Phase 1:
Allergene gelangen über die Schleimhäute in den Körper. Dort werden sie von sogenannten T-Zellen als Fremdkörper identifiziert, woraufhin die Bildung von Antikörpern aktiviert wird. Die Antikörper lagern sich an Mastzellen an, in denen der Entzündungsstoff Histamin gespeichert ist.


Phase 2:
Beim erneuten Kontakt heften sich die Allergene an die Antikörper. Die Mastzelle schüttet daraufhin ihr Histamin aus, es kommt zu einer entzündlichen Reaktion. Folge der Histaminausschüttung sind allergische Beschwerden wie:
• tränende und juckende Augen
• Niesreiz
• Husten
• Bronchialasthma

Folge der Histaminausschüttung sind allergische Beschwerden wie:
• tränende und juckende Augen
• Niesreiz
• Husten
• Bronchialasthma

Was tun gegen Heuschnupfen?

Die beste Therapiemethode ist die Allergene zu meiden. Sicher und gesund ist diese Möglichkeit zweifellos, aber leider nahezu unmöglich. Pollenarme Orte gibt es nur am Meer oder in der Bergwelt ab etwa 1.200 bis 1.500 Höhenmetern.

Tipps, die zumindest eine Linderung verschaffen:

• Nase zwei- bis dreimal täglich mit Kochsalzlösung spülen
• Straßenkleidung nicht im Schlafzimmer ausziehen
• Abends die Haare waschen, damit Pollen nicht im Bett landen
• Bettwäsche häufig wechseln
• Sonnenbrille tragen, das hält die Pollen von den Augen fern
• Richtiges Timing beim Lüften: In Städten ist die Pollenkonzentration zwischen 6 und 8 Uhr morgens am niedrigsten, auf dem Land besser erst ab 19 Uhr die Fenster öffnen. Experten empfehlen Pollengitter
• Erholungsphasen einplanen, da Stress allergische Reaktionen zusätzlich verstärkt
• Reize wie Zigarettenrauch oder Chlorwasser meiden und parfümfreie Kosmetika verwenden.
• Honig von regionalen Imkern essen, da    man den Körper so etwas an die Pollengewöhnen kann
• Auch bei starker Hitze keinen Ventilatorverwenden – dieser wirbelt die Pollen auf