Frühjahr

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Gesunde Ernährung bei Schichtarbeit

Arbeiten gegen den biologischen Rhythmus, also Schichtarbeit, bedeutet für den Körper, dass die erforderliche Leistungsfähigkeit am Abend und während der Nacht genauso hoch sein muss wie bei Tagarbeitern.

Der Rhythmus des menschlichen Organismus wird vom Gehirn aus gesteuert und ist eng an Lichtreize auf die Augen geknüpft.Wird dem Körper durch die Umgebungshelligkeit ein typischer Tag-Nacht-Rhythmus suggeriert, passt sich sein zentraler Taktgeber dem Rhythmus an – so gelingt es uns beispielsweise bei Fernreisen auf einen anderen Rhythmus einzustellen.
Essen dagegen scheint kaum Einfluss auf die innere Uhr zu haben. Damit kann der Körper bei „unzeitgemäßer“ Nahrungsaufnahme z.B. Verdauungsenzyme ausschütten,ohne dass dadurch direkt sein Tag-Nacht-Rhythmus aus dem Takt gerät.
Beruhigend, denn sonst müssten sich Nachtarbeiter einen Wecker stellen, um tagsüber zu essen.

Das können Sie tun, um dem Körper
die Verdauung zu erleichtern

Auch wenn Essen unsere innere Uhr kaum beeinflusst, sollten gerade Schichtarbeiter auf eine ausgewogene Zusammensetzung der Mahlzeiten und den richtigen Essenszeitpunkt achten. Somit unterstützen Sie den Organismus aktiv beim ständigen Wechsel zwischen Tages- und Nachtrhythmus.
Hier einige Tipps für diejenigen, deren
Arbeitszeit zwischen 22 und 6 Uhr liegt:
Der Energiebedarf eines Nachtschichtarbeiters ist genauso hoch wie der eines Tagarbeiters, lediglich die Verteilung der Mahlzeiten ist anders.Eine regelmäßige Nahrungsaufnahme ist hierbei entscheidend.Regelmäßige Essenszeiten und Pausen während der Schichtarbeit sorgen für ein besseres Wohlbefinden. Eine günstige Variante ist:
• ein leichtes Abendessen zwischen 19 und 20 Uhr zu Hause
• eine warme Mahlzeit gegen Mitternacht
• eine Zwischenmahlzeit zwei Stunden vor Arbeitsende ist empfehlenswert
Eine warme Mahlzeit erwärmt und belebt,Zwischenmahlzeiten verhindern das Absinken des Blutzuckers, so dass die Leistungsfähigkeit und Konzentration positiv gefördert werden.

Darauf sollten Sie bei der Auswahl der
Nahrungsmittel achten

Die Nachtverpflegung sollte fettarm und leicht verdaulich sein. Als warme Hauptmahlzeit sind Gemüseeintöpfe, Gratins oder mageres Fleisch und Fisch in fettarmer Zubereitung zu bevorzugen. Als Beilagen eignen sich Pellkartoffeln, Vollkornreis, Vollkornnudeln sowie Gemüse und Salate. Als Zwischenmahlzeiten sind fettarme Milchprodukte, Obst, Knäckebrot, Vollkornbrot mit Frischkäse oder mit magerer Wurst sowie Salate empfehlenswert.

Es ist ratsam, sich nicht direkt nach der Arbeit in den frühen Morgenstunden schlafen zu legen, sondern Zeit zum Abschalten einzuplanen (z.B. durch einen Spaziergang oder Lesen). Sollten Sie auf die Zwischenmahlzeit während der Arbeit verzichtet haben, können Sie ein leichtes Frühstück zu sich nehmen. Probieren Sie,welche Variante Sie am besten vertragen.